Sonntag, 31. Dezember 2017

Review 2017


Kurz vor dem bevorstehenden Jahreswechsel würde ich euch gern einen ganz persönlichen Rückblick in mein Jahr 2017 geben.


Es wird ein sehr persönlicher Beitrag über das, was mir dieses Jahr passiert ist und wie ich das Jahr überstanden und gemeistert habe. Ich bin ein sehr offener Mensch und ich schäme mich nicht für das, was geschehen ist. Aber ich will euch nicht nur Negatives vom Jahr 2017 erzählen, denn es sind ja auch ein paar gute Dinge passiert oder entstanden!


Fangen wir mal ganz am Anfang an:

♥ Ich weiß noch genau, wie es sich angefühlt hat... Diese Angst, die aufsteigende Panik und die Verzweiflung. Es war nicht auszuhalten. Ich hatte erst im September meine Ausbildung angefangen, alles lief so wie es sollte. Ich fand einen Mensch, der mich bedingungslos liebte und mir ging es gut. 
Bis es mir eben nicht mehr gut ging... Urplötzlich kam dieses Gefühl, das mir die Luft zum Atmen nahm und diese Angst, deren Ursprung ich einfach nicht kannte. Es ging nicht weg. Es fühlte sich an wie ein Stein auf meinem Brustkorb. 
Ich war schon immer extrem nah am Wasser gebaut, aber plötzlich musste ich dauernd weinen. Und nicht nur das: das Weinen entwickelte sich zu Weinkrämpfen und Panikattacken. Ich war am Boden zerstört und hatte ständig Angst. Ich wusste nicht mehr weiter, ich war wirklich ein Häufchen Elend. Das alles kam einfach von Heute auf Morgen und es gab nicht mal einen vermeintlichen Grund. 
Es wurde so schlimm, dass meine Mutter keinen anderen Ausweg mehr sah, als mich zu einer befreundeten Ärztin zu schicken. Meine Mama war immer der Mensch in meinem Leben, der mich in jeder Situation beruhigen konnte. Sie ist nach wie vor Balsam für meine Seele. Aber in dieser Situation, als ich hyperventilierend am Boden lag und keine Luft mehr bekam, konnte nicht mal mehr sie helfen. Deshalb fuhr ich zu unserer Bekannten und schilderte ihr die letzten Tage, meine Gefühle und alles drum und dran. Ihr waren diese Beschwerden nicht neu, es kamen immer wieder Menschen egal in welchem Alter zu ihr und suchten verzweifelnd Hilfe. 
Sie gab mir erstmal Tabletten, die mich beruhigen sollten und schrieb mich von der Arbeit krank. Zu der Zeit war mir noch nicht bewusst, dass es ja vielleicht an der Ausbildung liegt... 
In den folgenden Wochen wurde ich immer wieder krankgeschrieben, ich bekam jede Hilfe, die ich kriegen konnte und so entschlossen wir uns einen Psychiater aufzusuchen in der Hoffnung, er könnte mir helfen. Gott sei Dank fanden wir einen passenden Arzt. Ich bekam erstmal andere Tabletten und er verschrieb mir eine Therapie bei einem Psychologen, um meiner Angst auf den Grund zu gehen und das Problem zu lösen. Nachdem wir einen passenden Psychologen fanden, fing ich ein paar Wochen nach meiner ersten Panikattacke die Therapie an. Ich erkannte, dass es an der Arbeit lag und dass meine Ängste in meiner Vergangenheit liegen. Das alles läuft bis heute. Ich bin also seit Januar krankgeschrieben und daheim. 
Aber mir geht es gut, ich fühle mich daheim sicher und wohl. Ich konnte Monate vorher nicht mal mehr Auto fahren oder alleine irgendwohin gehen. Jetzt kann ich aber fast alles wieder und ich bin froh darüber. Es passt so wie es ist. Klar, es kommen mit meinen Entscheidungen viele Probleme einher. Aber das sind Probleme, die ich anders regeln muss. Ich möchte momentan keinen "normalen" Job, wo man von 8 bis 17 Uhr irgendwo arbeiten muss. Vielleicht wird das ja irgendwann. Aber wir leben im 21. Jahrhundert, da hat man einfach mehr Möglichkeiten und ich will diese irgendwie nutzen. Ich weiß momentan noch nicht so recht wie es weitergeht, aber die Welt dreht sich weiter, das Leben hält nicht an. Irgendwann weiß ich, was ich tun will und irgendwann regelt sich alles. Viel wichtiger ist es doch gerade, dass es mir gut geht und ich glücklich bin. 

Es gibt leider sehr viele junge Leute, die so wie ich unter Panikattacken und (leichten) Depressionen leiden. Mehr als ihr denkt. Es ist eine anerkannte Krankheit. Sehr viele Leute verstehen das nicht... Auch viele aus meinem engen Umfeld nicht. Um es verstehen zu können, muss man wirklich zuhören und von seiner eigenen Sichtweise einfach mal abweichen! Es passt bei vielen nicht in ihr Weltbild. Diese Leute denken anders, sie sind pragmatisch. "Augen zu und durch" ist ihre Devise und das ist ok. Jeder Mensch ist anders und man sollte jeden so akzeptieren wie er ist. Ob Kopf- oder Bauchmensch - jeder ist, wie er ist. Ich wünsche mir nach wie vor, dass mich manche Menschen einfach nicht mehr zum 10 Tausendsten Mal fragen, wann ich denn wieder arbeiten gehe oder warum ich so bin. Ich weiß es doch selbst nicht. Denken diese Leute nicht, dass ich auch viel lieber den einfachen Weg gehen würde, wenn ich könnte? Aber es geht nunmal nicht. Das muss jeder Außenstehende akzeptieren, auch wenn er es nicht versteht. 

Und dann kam Social Media...

♥ Wenn all das nicht passiert wäre, würdet ihr das jetzt gerade nicht lesen. Ich habe nach etwas gesucht, was mir reine Freude beschert und fand Instagram. Ich wollte es professionell aufziehen und tolle Bilder mit der Welt teilen. Ich konzentrierte mich zu 100% darauf und habe mir etwas aufgebaut. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt und erkannt, dass es das ist, was ich machen will. 
Ich bin ein kreativer Mensch und liebe das Fotografieren, Gestalten und Schreiben. Also folgte nach ein paar Monaten dieser Blog. Er ist ein lang ersehnter Traum und eine Möglichkeit, mich mitzuteilen. 


Der Verlust

♥  Ich wünschte, ich müsste nicht darüber schreiben und alles wär normal. Aber das ist es nunmal nicht, aus Gründen die mir bis heute unerklärlich sind. 
Von heut auf morgen habe ich meine beste Freundin verloren. 
Nicht auf die Weise, die ihr jetzt eventuell vermutet, sie lebt noch! Aber sie hat mich verlassen. Einfach so und das ohne jeglichen Grund zu nennen. Ich verstehe es bis heute nicht und ich habe lang gebraucht, um darüber hinweg zukommen. Ich mein, man ignoriert doch niemanden plötzlich, mit dem kurz vorher noch alles ok war. Man lässt doch niemanden im Stich, den man kurze Zeit vorher noch "beste Freundin" nannte. Wenn denn wenigstens etwas schwerwiegendes passiert wäre, womit man diese Handlung erklären könnte, ok! Aber das ist es nicht. Und das schmerzt. Diese Ungewissheit ist einfach grausam und es ist unfair, jemanden einfach so hängen zu lassen. 
Wir hatten uns erst wieder gefunden und das nach Jahren des Schweigens. Und ihr könnt mir glauben, ich habe versucht mit ihr zu reden und zu erfahren, was ich falsch gemacht habe... Aber egal, was ich gemacht habe, ob ich zu ihr nachhause gefahren bin oder ihr rührende Texte geschrieben habe, sie hat mich eiskalt ignoriert. Jeden, der ihr "für mich" geschrieben und gefragt hat, was denn los ist. 
Wie kann ein Mensch so sein? Habe ich mich wirklich so in ihr getäuscht? Was ist vorgefallen, dass sie mich einfach so vergessen konnte... 
Naja, ich musste mich damit abfinden und erkennen, dass sie es nicht wert ist. Niemand hat es verdient, so behandelt zu werden und als Abschluss dieses Abschnittes von meinem 2017 sage ich nur: Karma schlägt zurück 🌚

Nochmal kurz zusammengefasst

Positives in 2017:

- neue (alte) Freunde
- meine Beziehung lief einfach nur perfekt
- unser neuestes Familienmitglied: Mali
- Erkenntnisse über meine Krankheit und deren Ursache
- Social Media

Negatives in 2017:

- Abbruch meiner Ausbildung
- Panikattacken und Depression
- die falsche beste Freundin

Das war eine recht kurze Zusammenfassung von den wichtigsten Dingen, die mir 2017 passiert sind. Ich hatte einfach das Bedürfnis, zu erzählen, was geschehen ist und vielleicht geht es ja der/dem ein oder anderen ähnlich. Falls ja, könnt ihr mir gern jederzeit privat schreiben! Menschen, die solche Gefühle kennen, sind oftmals bessere Ansprechpartner als Menschen, die noch nie solche Probleme hatten. Man muss sich dafür auch nicht schämen, es ist was ganz normales. 

Also ihr Lieben, ich hoffe, ihr rutscht gut ins neue Jahre! 🎉

xxx


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Kommentare

  1. Ohmann Liebes ich kann dich so verstehen! Mein Jahr war sehr ähnlich...

    Aber du bist so eine starke junge Frau und du kannst alles schaffen und wirst es auch schaffen! Denn du hast die wichtigsten Menschen, die immer hinter dir stehen und dich unterstützen wo es geht!

    Bussi <3 ich bin stolz auf dich!!!

    Alina - alinarebecca.at

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  2. Dein Jahr scheint ja wirklich nicht einfach gewesen zu sein, toll, dass du diese Herausforderungen so gut gemeistert hast und es dir wieder besser geht! Ich hoffe sehr, dass 2018 ein besseres Jahr für dich wird und du deinen Weg findest.
    Liebe Grüße ♡Kristina
    TheKontemporary

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